Quittenbrot ist neben Gelee, Sirup, Quittenhonig und Quittenlikör eine weitere süße
Köstlichkeit, die Ihr im Herbst aus der königlichen Quitten zubereiten könnt. Und das
Beste daran ist - Es die perfekte Restewertung !
🧸 Man nennt sie auch die Gummibärchen der Vergangenheit 🧸
Quittenbrot ist eine spanische Spezialität. Mein Schwiegervater hat immer davon geschwärmt, er ist Spanier und dort heißt es „Dulce
de membrillo“ oder Quittenspeck und wird klassisch zum Manchego-Käse gegessen. Diesen Quittenspeck lieben sogar die Vegetarier !
Der Geschmack ist süß-säuerlich und passt optimal zu Hartkäse, Serrano Schinken oder zu süßen Desserts oder in hauchdünnen Scheiben geschnitten auf dem Brot.
Tipp aus Spanien :
Hauchdünn geschnittenes Quittenbrot mit Queso Tetilla, Serranoschinken und Pimentos als Vorspeise reichen.
In
Kokosraspel oder gehackten Nüssen gewendet genießt man es auch als süßen Abschluss nach
dem Essen.
Zutaten :
4 kg Apfelquitten
500 g +/- Zucker, ganz nach Geschmack
500 g Honig
100 ml Zitronensaft
Die Quitten waschen, komplett vom Flaum befreien, das Kerngehäuse
herausschneiden und die Früchte in grobe Stückchen schneiden. Zusammen
mit etwa 300ml Wasser in einem großen Topf aufsetzen und solange kochen bis die Quitten weich sind.
Den Saft in einen Topf umgiessen, die Quittenstücke separat in ein
Passiertuch geben. Das Passiertuch in ein Haarsieb geben, einen passenden Topf darunter stellen und mit etwas schwerem beschwerden, so dass der Saft über Nacht in den Topf abtropfen kann.
Am nächsten Morgen das Tuch mit dem Quittenmus ordentlich auswringen.
Der Saft wird separat noch weiter zu Gelee oder Sirup verarbeitet.
Das Quittenmus wird nun ganz fein püriert.
Info :
Püriert man das Mus vorher, fliesst der
Saft kaum noch durch das Tuch und das Gelee wird nicht durchsichtig, sondern
trüb.
Das Mus wird nun mit 100 ml Zitronensaft, Zucker und Honig aufgekocht.
Dabei immer gut rühren, da es leicht anbrennen kann. Das Mus wird nun langsam weiter köcheln gelassen. Dabei immer anständig rühren, bis es eine rote Farbe und eine sehr
feste Konsistenz erreicht hat. Wenn man den Kochlöffel durch das eingekochte
Mus zieht, soll man eine "Strasse" ziehen können.
Das dauert manchmal 1½ bis 2 Std. oder auch schon mal länger.
2 große, rechteckige Backbleche mit neutralem Öl einpinseln, dann das eingekochte
Quittenmus darauf gleichmäßig verstrichen. Die Bleche kommen bei 50°C für 2-4 Stunden bei leicht geöffneter Tür in den Ofen. Die Konsistenz müsst ihr nach 3 Std. mal testen, ggf. noch weiter trocknen lassen Sind die fest genug zum
Schneiden, werden Rauten ausgeschnitten oder mit einem
Plätzchenausstecher Formen ausgestochen. Diese legt man auf Kuchengitter und lässt sie nachtrocknen. Bei mir dauerte es bis zu 6 Tagen, je nach Wohnung "normal" 20-22 °C temperiert und keine hohe Luftfeuchtigkeit
hat, braucht die Gitter event. nur 4 Tage so stehen lassen. Ab und zu müsst Ihr einfach mal testen, wie fest das Quittenbrot schon geworden ist. Ist es ledrig aber
noch gut essbar, werden die Rauten in Kokosflocken / Zucker oder gehackten Nüssen gewendet und gut
hineingedrückt.
Das fertige Quittenbrot nun schichtweise in eine Keksdose legen, ohne dass sich die einzelnen Stücke sich berühren. Zwischen jede Schicht ein Blatt Butterbrotpapier legen.
So
aufbewahrt hält sich die Leckerei einige Monate.
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