Freitag, 30. November 2012

Organspende - Die verschwiegene Wahrheit


Organspende - Die verschwiegene Wahrheit


Autor : Richard Fuchs

Klappenbroschur : 218 Seiten 

1. Auflage
Format :
23,8 x 17 cm
ISBN :
978-3891892022

Verlag : emu-Verlag


 

 

Erschienen : Oktober 2012

Preis : € 19,80

Bestellen : Direkt über den Verlag


Kurzbeschreibung :



Dieses Buch gibt Antworten auf schwierige Fragen. Es ist ein Kompendium für alle, die beruflich mit der Thematik zu tun haben, aber auch für jeden einzelnen, der vor der Frage steht »Soll ich einen Organspendeausweis unter­schreiben oder ihn zerreißen?« Das Transplantationsgesetz von 1997 und auch die Novelle von 2012 leiden unter schweren Geburtsfehlern. Private Stiftungen übernehmen Beschaffung und Verteilung der Organe, die Bundesärzte­kammer, ein nicht rechtsfähiger Verein, hat die Deutungshoheit zur Todesfest­stellung. Das installierte System ist schwer zu durchschauen und zu kontrollieren. Das Hirntod-Kriterium ist eine interessen­geleitete Vereinbarung bar jeder wissen­schaftlichen Erkenntnis. International wurde wiederholt über Hirntod-Fehldiagnosen berichtet. In den USA wird bereits diskutiert, ob man künftig nicht wahrheitsgemäßer von »Justified Killing« sprechen sollte. Doch in Deutschland wird dies ignoriert, denn der Hirntod ist die Geschäftsgrundlage der Transplantationsmedizin. Die Skandale in Regensburg, Göttingen und Essen erschüttern die Transplantationsmedizin. Wichtige Aspekte blieben auch bei der Novelle des Transplantationsgesetzes 2012 unbeachtet und viele Fragen unbeantwortet: Leidet das System an einer »deregulierten Verantwortungslosigkeit«, wie der Staatsrechtler H. Lang feststellt? Ist die Organtransplantation ein Akt der Nächstenliebe oder eher ein lukratives Geschäft? Erhöhen wirtschaftlicher Druck und Zielvorgaben die Versuchung für die Kliniken, die Zahl der Transplantationen ohne Rücksicht auf die Qualität des ­Ersatzorgans zu erhöhen? Der Chefarzt der Uni­klinik Bochum gibt zu: Eine »florierende Transplantationsabteilung ist eine Goldgrube für das gesamte Krankenhaus. Schon mit einer vergleichsweise geringen Spendenzahl lässt sich viel Umsatz erzielen.«


Inhalt :

  • Fragen über Fragen
  • Prolog
  • Akt der Nächstenliebe ?
  • Kurze Geschichte von Un- und Halb- Wahrheiten
  • Geburt des "Hirntodes"
  • Wann ist ein Mensch wirklich tot?
  • Bioethik
  • Bundesärztekammer & Deutungsmonopol
  • USA-Abschied vom Hirntod - Konzept
  • Dt. Ethikrat
  • Schmerzhafte "Hirntod-Diagnose"
  • Haben "hirntote" Patienten Schmerzempfindungen ?
  • Haben "hirntote" Patienten ein Recht auf Narkose bei einer OP ?
  • Op mit planmäßig tödlichen Folgen
  • Endloses Bewusstsein, selbst wenn das Hirn nicht mehr durchblutet ist 
  • Lebendorganspender ; Organempfänger von morgen ?
  • Ist der dt. Organhandel sicher ?
  • EU ermittelt bei Organhandel
  • Weltweiter Organhandel 
  • Vermeidbare Krankheiten, die eine Transplantation erforderlich machen
  • Forderungen der Richtlinie 2010/53/EU von nationalen Gesetzgebern
  • Dt. land eine kritische Bestandsaufnahme
  • Gesetz zur Änderung von Transplantationen ... Was ist neu?
  • Wer schützt uns vor dem Datenschutzbeauftragten ?
  • 5000 Mitglieder schreiben an Joachim Gauck
  • Andere Länder, andere Gesetze
  • Ein Netzwerk von Stiftungen & Organisationen
  • Prof. Gespräche mit Trauernden
  • Zahlen & Fakten "Wirtschaftsfaktor Organtransplantation"
  • Werbung und mehr
  • Statistik u. viel Wahrheiten
  • Kontroverseb mit der Patientenverfügung
  • Abkürzungen
  • Personenregister    

Meine Meinung : 

 
Die Medien sind voll von Skandalen rund um die Transplantationsmedizin.
Auch in Deutschland ist man vor dieser Art des Organhandel nicht sicher, wer mehr Geld hat kommt schneller zu einem lebenswichtigen Organ und andere bleiben dabei auf der Strecke. Mensche die vielleicht schon Monate länger auf der Transplantationsliste gestanden haben, werden einfach so übergangen. Ein Thema mit dem Ich mich gezwungener Maßen auseinander setzen muss, auch in meiner Familie gibt es einen Menschen der auf ein Organ wartet und erst dann auf die Liste kommt wenn er "auf dem Zahnfleisch geht".
Was ist das für eine Welt ?
Man kommt erst auf eine Spenderliste wenn es schon fast zu spät ist, muss hoffen und bangen um überhaupt ein passendes Spenderorgan zu bekommen .
Und wenn das Umfeld, die Familie und all das Drumherum nicht stimmt, bekommt man auch keinen Platz auf der Spenderliste. Es müssen alle Kriterien erfüllt werden um überhaupt in den Genuss, der Aufnahmen in eine Liste zu kommen.
Ich kann verstehen dass man nicht Jedem ein Organ geben kann, immerwieder sieht man auch, dass der Patient nicht mitarbeitet, ihm alles egal ist und er auch keine Lust hat, überhaupt noch irgendwas mit seinem Leben anzufangen.
Andere wiederrum tun alles was die Ärzte sagen, tun alles um ihr Leben in den Griff zu bekommen, doch letztendlich stehen alle am gleichen Punkt.
Eine Organspende ist ein Geschenk, ein Geschenkt das nicht jedem zu teil wird, ein Geschenk eines verstorbenen Menschen, der wie auch immer ums Leben kam.
Seine Angehörigen mussten vielleicht darüber entscheiden, einem anderen Menschen das Leben damit zu verlängern, oder er selbst hat es so festgelegt.
Man muss Dankbar sein, für die Hilfe der Verstorbenen und deren Angehörigen.
Dass damit aber so Schindluder getrieben wird, ist entsetzlich ... für den Spender und den Empfänger.
Heutzutage kann man sich nicht mehr Sicher sein, ob alles seinen rechten Weg geht, trotz Patientenverfügung usw., man weiß als Angehöriger nie ob das Organ seines geliebten Angehörigen nicht auch zum Opfer des Organhandels wird, vor 5 Min. kam in den Nachrichten das die Organspenden um 5 % zurückgegangen sind, Tendenz fallend.
Bei all den schlechten Medien, kann man dass aber auch verstehen.
All die vielen Marketingstrategien die von Medienprofis entworfen werden, führen sie dazu Menschen zum Spenden zu annimieren oder trängen sie die Menschen in eine Ecke ?
Was sagt der Gesetzgeber dazu, welche Änderungen gab es 2012 ?
"Organspende - Die verschwiegene Wahrheit" von Richard Fuchs gibt kritische Antworten ... Zahlen und Fakten. 
Umfassendes Hintergrundwissen zu dem fast undurchsichtigen Transplantationssystem. Ein aktuelles Nachschlagewerk für Ärzte, Krankenhauspersonal, Mitarbeiter des sozialen Dienstes,Prister / Pfarrer, Politiker, Mitarbeiter des Gesundheitswesen uvm. und nicht zuletzt für alle, die interessierten Leserinnen & Leser, die vor der selben Frage stehen :"Organspendeausweis JA oder NEIN?" 
Wir brauchen alle mehr Informationen, vor allem ehrliche und vertrauensvolle Informationen. Es ist ganz wichtig, bevor man sich dazu entscheidet einen Organ- und Gewebespende-Ausweis zu unterschreiben.
Ich konnte aus dem Buch viel entnehmen, doch es braucht noch mehr öffentliche Aufklärung, durch den Gesetzgeber soll die Bereitschaft zur Organspende gefördert werden, diverse Krankenkassen haben versucht die Weichen zu stellen, doch das ging kräftig in die Hose, sämtliche Kampagnen sind bis auf weiteres auf Eis gelegt worden.
Das hat aber auch damit zu tun, dass der Beginn der Kampagne und die neuesten Spendenskandale sich gekreutzt haben.
Die Menschen sind jetzt noch unsicherer geworden und daran ist letztendlich nur die negativ Presse der letzten Monate aus Deutschland schuld.
Wer hat da noch Vertrauen zu der Ärzteschaft und den Kliniken die auf Oranstransplantationen spezialisiert sind ?
Patienten, Familie, eigentlich Jeder ist davon erschüttert ... mich wundert es nicht das die Menschen einen Rückzieher machen.
Wer sich dazu entscheidet bewundere Ich, auch Ich habe eine Spendenausweis und eine Patientenverfügung. 
Ich weis auch was Ich im Fall der Fälle tun würde, wenn wiedermal eines meiner Familienmitglieder nur noch an Maschinen hängt um am Leben gehalten zu werden ... Ich habe schon einmal handeln müssen, nein wollen und Ich würde es immerwieder tun.
Das Leben geht, aber wenn es noch einen anderen Menschen zum Leben verhelfen kann ... wieso nicht ? Ich entscheide mich zur Organspende und finde es ganz wichtig dass dies auch noch viele andere mit mir tun ... aber dass ist eine Entscheidung die jeder für sich selbt treffen muss/sollte.

Stell die doch einfach mal vor dein/e "Schwester/Frau/Kind" braucht ein Organ, wie fühlt sich das an ?
Würdest Du sofort eine Niere / Knochenmark usw. spenden ?
Vorrausgesetzt dass alle Komponenten passen, auch wenn Du gesundheitliche und priv. Schwierigkeiten dadurch bekommst, was würdest Du tun? 
Oder eines deiner Familienmitglieder, durch Unfalltod ums Leben gekommen, könnte mit seinen Organen andere Leben retten ... würdest Du es zulassen ?

Wenn Du einmal in deinem Leben auf einer Krankenstation gewesen bist wo Menschen auf Organe warten warst ... wirst Du dass mit ganz anderen Augen sehen.

Aber dass ist deine Entscheidung ...



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