Freitag, 16. März 2012

Gäste-Austreibung. Ein Crashkurs für gequälte Gastgeber Buchrezension Nr.2




Schon vor etwas längerer Zeit habe ich mich bei blogg dein buch für dieses Buch entschieden.
Gestern kam es mit der Post, das aktuelle Buch von Martin Lagoda, Food-Journalist und ehemaliger "essen & trinken"-Chefredakteur, er gibt Tipps für äusserst genervte Gastgeber: In seinem satirischen Ratgeber "Gäste-Austreibung" - frei nach dem Motto "Wie werde ich meine Gäste wieder los?" 
Sein Verlag verspricht :
„Bitterböse Satire auf das Verköstigen von Gästen“.


Gäste-Austreibung. Ein Crashkurs für gequälte Gastgeber

Martin Lagoda
Erscheinungsdatum: November 2011
Beschreibung: 113 Seiten, Broschüre
Preis: 8,00 €
Verlag: Schardt
ISBN: 978-3-89841-622-1

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Um was geht es in diesem Buch ...

Gastgeber erliegen oft einem beglückendem Rausch. Sie freuen sich sich aufs Einkaufen, Kochen, Tischdekorieren und einen schönen Abend. Und vor allem auf ihre Gäste.

Doch wie schnell geraten sie in die Gastgeber-Falle, aus der es kaum ein Entrinnen gibt! Der Gast wird zur Obsession - und aus anfänglicher Beglückung wird tiefe Not. Das Schlimmste: Die Gäste kommen immer wieder ... Was tun?
Endlich da: Ein Ratgeber für gequälte Gastgeber! Für alle Leidgeplagten, die unter dem Druck der perfekten Bewirtung schier zusammenzubrechen drohen. In nur sechs kleinen, aber sehr konzentrierten Lektionen wird hier vermittelt, wie man sich erfolgreich gegen seine Gäste wehrt.

Wie soll Ich anfangen ?
Nun ja, zuerst einmal sollte man das Buch nicht ganz ernst nehmen, das sollte jedem klar sein .
Ich nahm das Buch mit ins Bett um es dort zu lesen, 113 Seite, die hab Ich schnell, doch schon nach den ersten 10 Seiten wollte ich mich in einem großen Fass Wasser ersäufen ... Müdigkeit kam auf, die Augen wurden schwer und das Verlangen in mir, das Buch gegen die Wand zu werfen wurde immer größer.
Die Satire in diesem Buch konnte mich irgendwie nicht erreichen, es ist viel zu schwierig zu lesen.
Auch wenn der Autor mit seinen abstrusen Geschichten versucht hat einem mit geblümten Umschreibungen das Thema näher zu bringen, ist er kläglich daran gescheitert.
Die Geschichten gleichen eher der schlimmsten Folge: Dschungel Camp als ein Abend mit Gästen.
Bei mir stieg beim lesen nur der Ekelfaktor ...
Es geht um den Genuss von Eigenurin, über furchtbaren Mundgeruch, bis hin zu klapprigen  Essverweigerern und übel schwitzende Verfettenden. 
Dem Verzehr von Wolfsspinnen, Mehlwürmer, Heuschrecken, bis hin zu Lammhoden.
Man liest von Ausdünstungen im Klo und brennenden Fischöl-Duftkerzen in der Garderobe. Ein Sammelsurium von Widerlichkeiten, die sehr abstoßend sind.
Das Lachen ist mir schon nach der zweiten Seite vergangen, von Satire hab Ich mir mehr erwartet.
Ich war heil froh als Ich auf Seite 99 ankam und die Rezepte lesen durfte.
Zu meinem Erstaunen waren wenigtens die Rezepte lesenswert, gut nachvollziehbar und einige sogar recht schmackhaft.

Mein Fazit :

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, also kostenlos.
Ein kleines DIN A6 Büchlein im Reclam Stil, mit 113 Seiten zu einem Preis von 8 € hätte Ich nicht gekauft .
Wer auf derben Humor steht, sollte es sich zulegen, ansonsten rate Ich davon ab.
Natürlich kann sich jeder selbst seine Meinung darüber bilden und entscheiden.
Mein Geschmack wars in jedem Fall nicht. Ich an seiner Stelle würde mir die passenden Freunde zulegen.
Ich bin gerne Gastgeberin, aber auch mir entgleiste schon mal der Gesichtszug beim Anblick der Neuen meines besten Freundes . Da wünscht man sich schon manchmal man könne Vodoo ... alleine schon auf die Idee zu kommen Ekelessen aufzutischen, wäre Ich nicht gekommen.
Schon der Gedanke daran Ich müsse das zubereiten, schüttelt mich komplett durch .

Das Buch bekommt von mir, 1 Stern für die Rezepte .




Mein herzlichen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars an den Schradt Verlag und BlogDeinBuch.de

Kommentare:

  1. Hihi, meine Gäste flüchten von alleine, wenn ich koche.
    Hab ein schönes wochenende.
    LG Sabine

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    1. Ach jaaaa, darf Ich das mal ausprobieren ???

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  2. Hört sich ja nach ner anderen Art von "Feuchtgebiete" an - zumindest was den Ekelfaktor betrifft!!!

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  3. Da kann Ich dir beipflichten, voll eklig ;(

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